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PWB-Wallfahrt 2014

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Sich über Grenzen hinaus in der gemeinsamen Berufung ermutigen

Gebetsnetze der Bistümer Aachen und Lüttich pilgerten nach Kevelaer

Aachen/Lüttich/Kevelaer, (iba) – „Wick es d’r Wäch noh Kevelaer“ heißt es in einem Lied der Kölner Gruppe „Bläck Fööss“ aus dem Jahre 1986. Eine Zeile, die zweifellos unzählige Pilger unterschreiben können.

Zwar ist der Weg an den Niederrhein von Aachen aus nicht weiter geworden, wohl aber offenbar beschwerlicher. Jedenfalls konnte das Päpstliche Werk für geistliche Berufe (PWB) bei seiner diesjährigen Wallfahrt die Marienbasilika nicht mehr gänzlich füllen. Ungeachtet des Zuspruchs aus Ostbelgien, wo die Mitglieder im Gebetsnetz um Bischofsvikar Jean Pohlen dem Aufruf zur grenzübergreifenden Wallfahrt ungewohnt rege gefolgt waren.

Einer der Gründe für das diesmal etwas geringere Interesse dürfte mit Sicherheit das vielschichtige Programm im Bistum selbst sein, das rund um die Heiligtumsfahrten zahlreiche lohnende spirituelle Angebote in der Agenda hat. So treffen ebenfalls die beiden benachbarten Gebetsnetze am Donnerstag, 26. Juni, in Aachen zur Heiligtumsfahrt zusammen.

Doch die Begeisterung rund um den Altar der genau 150 Jahre alten Basilika mit Händen war greifbar. Ein Thema, das Weihbischof Karl Borsch auch in seiner Predigt aufgriff. „Sie alle hier tragen ihre Anliegen um geistliche Berufe voller Engagement und Eifer vor einen Gott, der mit sich reden lässt", so der Bischof.

Mit der gemeinsamen Bitte um Gottes Segen („der mit seiner Botschaft bewusst Unruhe gebracht hat, nicht Schlaf", so Karl Borsch) erhoben die Pilger aus den beiden Bistümern nicht allein am Wallfahrtsort am Niederrhein ihre Stimme, sondern ebenso bei ihrem wöchentlichen Gebetsdienst, zu dem sie sich verpflichtet haben - quasi als kleine, individuelle und zugleich unentbehrliche Mosaiksteinchen in einem weit verzweigten Netzwerk, das in der Stille wirkt.

Ihr Dank im Gebet galt nicht zuletzt in besonderem Maße Pfarrer Ludwig Kröger, der seine Verantwortung für das PWB im Spätsommer in andere Hände legt. Dem scheidenden Diözesandirektor kommt vor allem das Verdienst zu, den Schulterschluss „über Grenzen hinaus" intensiviert zu haben. In den gemeinsamen Wallfahrten der beiden Bistümer sah und sieht er vor allem die Chance, „unser Vertrauen in die eigene Berufung zu festigen und uns gegenseitig zu ermutigen, diesem Weg der Verkündigung weiter treu zu bleiben - ganz gleich wo und wie wir uns in der Kirche und im Glauben einbringen".

Zum Pilgerprogramm in Kevelaer gehörten neben dem feierlichen Pontifikalamt, umrahmt von der Schola Cantorum aus Oberhausen und gefolgt vom vielstimmigen „Angelus"-Gebet an der Gnadenkapelle, ebenfalls der eindringliche Kreuzweg im Pax-Christi-Forum und zum Abschluss die eucharistische Andacht. Im nächsten Jahr wird der grenzübergreifende Pilgerweg dann wieder nach Banneux führen, jedoch steht das genaue Datum aufgrund der strukturell-personellen Veränderungen beim PWB in Aachen aktuell noch nicht fest. (iba/Na 81)


Von iba

Veröffentlicht am 19.05.2014

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